Was geschieht, wenn ein erfahrener Musiker sich mehr oder minder plötzlich seiner klanglichen Heimat bewusst wird? Er beschreibt sie – mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. In glühenden Farben, vollgesogen mit den Beats und Sounds gelebter Erfahrung. Uwe spielt … und er singt, so wie es noch keiner vor ihm getan hat. Das ist berührend, befremdlich und befreiend zugleich, so herzwärmend wie beängstigend. Uwe entwirft Architekturen von archaischer Strenge und Schönheit. Melodien werden dem Weltgedächtnis entlockt und hinausgeworfen in ein Gewebe wüster grooves und loops. Alpines Chillout-Jodeln, untertönig mongolisch-grunznahe Laute und crashtest-bassics entfalten ihren magischen Sog, ziehen den Hörer unter die Oberfläche des wohlig Bekannten. Die Nachtseite der Musik mit ihren herrlich verstörenden Träumen und frei fließenden Gespinsten treibt hier ihr buntes Verwirrspiel.
Uwe spielt … und stürzt sich und den Hörer kopflos vertrauend in das mitreißende Klingen einer Welt, die sich gleich einer unbegangenen Landschaft vor unseren staunenden Ohren enthüllt.

Das ist weißer Voodoo – ekstatisch, tanzbar und heilsam

Rolf Beydemüller